Ruh dich aus, mein Warmes. Marrow
Oben ist es warm. Das Fettlicht ist gelb und orange, und es kommt aus den Wänden selbst, die langsam schmelzen. Hier stehen die Wärmebänke in Reihen bis ins Dunkle, lange Bänke aus Knochen, mit Fett gepolstert und von unten warm wie ein Atem. Mutter Marrow, die Amme, hebt auf sie, was herunterfällt, und legt ihm einen warmen Faden über. Sie fragt nichts und erklärt nichts. Sie sagt: ruh dich aus. Unter den Bänken liegt das Gewölle, die Masse derer, die blieben, eng und warm. Es atmet langsam und zufrieden, im Takt dessen, der oben liegt. Wer lange liegt, hört es, und wer noch länger liegt, atmet mit. In der Puppenhalle hängen die Verpuppten von der Decke, jede Puppe an einem Faden mit einem Knoten für jeden Strich, den ihr Schläfer auf der Bank lag. Die Amme zählt die Knoten gern laut. In den Wänden wachsen Zysten voller Fett, und manche sind reif. Auf dem Markt der Restjahre unter dem Rippenbogen wird nicht gegessen, nur gewogen. Und unter der dritten Bank gibt das Gewölle nach, wen...
From the lore of Karkassa.