Es gab ein Oben. Dann gab es einen Gott. Erste Haut, Randritzung
Vor langer Zeit fiel etwas Großes durch die Decke. Es war kein Tier und kein Stern, und die, die es sahen, hatten kein Wort dafür. Sie sagten später „der Gott“ und meinten damit nichts Heiliges, nur das, wovon wir leben. Der Fall riss ein Loch in das Gewölbe, und durch das Loch fällt seitdem Licht, rot und orange, Tag und Nacht zugleich. Mit dem Licht fällt, selten, etwas anderes: Werkzeug, Tiere, Fremde. Man nennt sie Nachfall. Der Gott liegt auf der Seite. Sein Leib ist die Welt, und er vergeht in vier Schichten, wie jeder große Leib vergeht, der irgendwo zu liegen kommt. Zuerst kommen die, die sich bewegen, und reißen das Fleisch. Dann kommen die Larven und besiedeln, was übrig ist. Dann zersetzen die, die keine Luft brauchen, das Fett und atmen Schwefel aus. Am Ende bleibt ein Riff, still, an dem nichts mehr zehrt. Anderswo dauert das ein Menschenleben. In Karkassa dauert es, solange die Welt dauert, weil der Gott groß war. Wer in Karkassa geboren ist, lebt in einer dieser Schich...
From the lore of Karkassa.